OZG NRW kommunal – Onlinedienste zum Onlinezugangsgesetz

Umsetzungsprojekte

Projekttitel Modellorte Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Projektbeschreibung Durch einen mehrstufigen Coachingprozess sollen Bürgerinnen und Bürger in drei Dorf- und Quartiersgemeinschaften in Soest und Bad Sassendorf Chancen der Digitalisierung für sich nutzbar machen können. Ziel ist, dass die Gemeinschaften befähigt werden, im Anschluss an das Coaching eigene nachhaltige Digitalisierungsprojekte zu entwerfen und erfolgreich durchzuführen. Es wird etwa die Smart-Grid-Technologie für die grundlastfähige Energieversorgung aus erneuerbaren Energien erprobt und die Barrierefreiheit (z.B. in der Pflege) unter Verwendung von Smart-Home-Technologie verbessert.
Vorbereitung (Projektantrag bewilligt)
Konzeption (Umsetzung beauftragt)
Umsetzung (Inbetriebnahme Modellregionen)
Projektabschluss
Projektleitung Jan Gerrit Birkenstock
+49 2921 30-2941
jangerrit.birkenstock@kreis-soest.de
Alleinstellungsmerkmal
Nutzen für alle Kommunen Es sollen im Projektrahmen als auf andere Orte übertragbare Praxisstudie drei Ortsgemeinschaften in einem rund einjährigen Coaching-Prozess durch ein Expertenteam darin begleitet werden, lokale Ideen und Projekte zu entwickeln, um jeweils einen „Modellort für Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ zu schaffen.
übertragbare/lizenzfreie Leistung
Beginn Übertragbarkeit 2022/06
Kategorien
  • Weitere Smart-City (-Lösungen)
  • Bürgerbeteiligung
Zuwendungsempfänger
  • Kreis Soest
Modellregionen
Projektwebseiten/-ergebnisse
Dokumente

Konzeptabfrage

Übertragbarkeit
Zielgruppe
Für wen ist das Projekt zur Nachnutzung interessant?
• Kommunen mit einem erhöhten Anteil ländlicher Strukturen. • Bürger:innen • Kreise • kreisangehörige Gemeinden
Wer profitiert aus Sicht des Projektbüros am meisten von diesem Projekt? (Bürger:innen, Behörde, Institutionen wie Schulen etc., Wirtschaft, weitere Akteure)
• Bürger:innen in den teilnehmenden Dörfern • Kommunen • Kreisangehörige Gemeinden • Kreise
Praktische Übertragbarkeit
Welche Konzepte sind nachnutzbar?
Leitfaden/Konzept zur Umsetzung von Coaching-Prozessen inkl. mehrerer Praxisstudien zur Entwicklung von Ideen und Digitalisierungsprojekten im ländlichen Raum. Der Coaching Prozesse werden wissenschaftliche begleitet im Hinblick auf die tatsächliche Wirkung der umgesetzten Digitalisierungs- & Nachhaltigkeitsvorhaben (wissenschaftliche Evaluation der durchgeführten Methodik inkl. der verwendeten digitalen Kommunikationsmedien der Coachingprozesse).
Lösungsumfang (Welche frei verfügbaren Lösungen werden im Zuge des Projektes bereitgestellt?)
Leitfaden Konzept inkl. der oben genannten Inhalte.
Wann werden welche Elemente zur Verfügung gestellt?
Die ersten Elemente im Sinne der Nachnutzung werden laufend über die Webseite https://digitale-modellorte.de/ kommuniziert. Die Projektdokumentation inkl. Leitfaden zur Umsetzung des Projektes werden mit Abschluss des Projektes im September 2022 zur Verfügung gestellt.
Wie geschieht die Zur-Verfügung-Stellung? (Links z.B. der Stadthomepage, oder weiteren Onlineportalen github)
Im Rahmen der Webseite des Projektes https://digitale-modellorte.de/ werden fortlaufend nachnutzbare Elemente zur Verfügung gestellt. Die Abschlussdokumentation des Projektes wird zum einen über die Projektwebseite „Modellorte für Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ (https://digitale-modellorte.de/ ) und zum anderen auf der Webseite https://digital-soest.de/ der Digitalen Modellregion Soest und über den KDN bereitgestellt. Die Projektdokumentation wird nach Ende der Projektlaufzeit zentral über die Datenbank des KDN abrufbar sein.
Voraussetzungen bei Übertragung – Worauf baut das Projekt auf?
Welche Beteiligungsrechte sind zu bedenken? (z.B. Welche Infrastruktur muss bereits vorhanden sein?)
Eine aktive Dorfgemeinschaft, die Interesse hat ihr Dorf zukunftsfähig zu entwickeln. Die Infrastruktur für die individuellen Digitalisierungs- & Nachhaltiskeitsprojekte, im Rahmen der Coaching-Prozesse, wird entweder geschaffen oder besteht schon. Dies ist abhängig davon welches Projekt in die Umsetzung genommen wird.
Organisatorische Voraussetzungen (z.B. Welche Gremien müssen dem Projekt zustimmen?)
Unterstützung der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung bei der Akquise von Modellorten sowie bei der Projektierung von Projekten im öffentlichen Raum, bezogen auf das Gesamtprojekt.
Kosten bei Übertragung (ggf. Spannbreite)
Kosten der Einführung
Jedes der drei Dörfer bekommt eine digitale Projektplattform zur Verfügung gestellt z.B. www.weslarn.digitale-modellorte.de Die Projektplattform steht den Dörfern für 5 Jahren zur Verfügung und kostet pro Dorfplattform ca. 10.000 Euro
Kosten des Betriebs (Angabe jährlicher Kosten)
Pro Dorfprojektplattform ca. 2000 € im Jahr. Verlinkung auf Projektwebseite www.digitale-modellorte.de .
Personalaufwand bei Einführung (Personentage und Zeitraum)
Eine VZÄ/ pro Jahr
Personalaufwand bei Betrieb (Angabe jährlicher Kosten)
Eine Vollzeitstelle/ Jahr (Personalaufwand bleibt unverändert – sofern die Führung/Leitung der Coaching Prozesse ggf. nicht von einem Dorfvorsteher übernommen wird.)
Welche spezifischen Kenntnisse sind hierzu erforderlich?
• Projektmanagement • Schulung über Plattformanbieter/Schulung der Bürger:innen • Kenntnisse in der Umsetzung von Digitalisierungsprojekte (Smart-City) • Kenntnisse im Bereich Fördermittelmanagement
Mögliche Finanzierungsquellen
Kommunalfinanzierung, Landesförderung und Sponsoring
Nutzen bei Übertragung
Direkter Nutzen / Einsparungen
Initiierung und Umsetzung örtlicher Nachhaltigkeitsprojekte, wodurch wiederum eine Aufwertung des Standortes und eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht wird. Nähere Angaben sind nicht möglich.Die Projekte sind individuell an die einzelnen Dörfer angepasst. Daher ist eine pauschale Quantifizierung nicht möglich.
Indirekte Einsparungen
Die Entwicklung von Digitalisierungsprojekten wird in ländlichen Gebieten gefördert. Auch werden die Pilot Dörfer geschult solche Projekte gemeinschaftlich umzusetzen. Nähere Angaben sind nicht möglich. Die Projekte sind individuell an die einzelnen Dörfer angepasst. Daher ist eine pauschale Quantifizierung nicht möglich.
Langfristiger Nutzen (z.B. Welche Folgeprojekte werden ermöglicht?)
Bei erfolgreicher Umsetzung von Digitalisierungs- & Nachhaltigkeitsprojekten in den Pilot Dörfern im Rahmen des Projektes, werden die nachfolgenden Projekte ermöglicht: • Ziel des Projektes ist ein Roll-Out in die Regionalentwicklung, um allen Dörfern des Kreises die benötigte Unterstützung bei der Umsetzung von Digitalisierungs- & Nachhaltigkeitsprojekten zu ermöglichen.
Nutzen für Stakeholder (z.B. Nutzen, der nur für Bürger:innen / Unternehmen / … anfällt)
Dorfbewohner werden befähigt eigene Digitalisierungs- & Nachhaltigkeitsprojekte zu entwickeln und umzusetzen. Hierdurch ganz im Sinne des Smart-City Gedankens die Stadtgesellschaft in den Prozess mit eingebunden.
Hinweise
Rechtliche Rahmenbedingungen
Welche rechtlichen Rahmenbedingungen wurden analysiert (z.B. hinsichtlich Lizensierungsüberlegungen, Genehmigungsverfahren, etc.)
DSGVO in Bezug auf die Anmeldung von Benutzer:innen auf den Digitalen Dorfplattformen. Klärung der Lizenzübertragung der Plattformen auf die Ortsgemeinschaften.
Welche rechtlichen Hürden sind aufgetreten? Wie konnten diese gelöst werden?
DSGVO in Bezug auf die Zuordnungssichtbarkeit der Mitglieder der Projektgruppen auf den Digitalen Dorfplattformen. Lösung durch Implementierung eines individuell zugewiesenen internen Benutzerprofils über Anmeldung und zugewiesener Arbeitsumgebung.
Sonstige Erfahrungswerte
Best Practices (Was kann anderen Anwendern empfohlen werden?)
Best Practice Beispiele sind u.a.: • Aufbau digitaler Ortsplattformen • Dorf-App Beide dienen in der Corona Pandemie als Austauschplattform. Eine Dorf-App ist besonders zu empfehlen, da der Zugriff über das Smartphone deutlich schneller und einfacher ist und den Partizipationsprozess in den Dörfern unterstützt.
Lessons Learned (Was kann nicht empfohlen werden? Was sollte vermieden werden?)
Das Projekt funktioniert nur bei einer aktiven Dorfgemeinschaft, in Zeiten einer Pandemie in der Präsenztreffen vor Ort kaum stattfinden konnten, erschwert und verlangsamt diese die Umsetzung des Projektes. Dies wurde in dem Projekt vor allen Dingen durch die Einführung digitaler Partizipationsformate wie einer digitalen Ortsplattform und einer Dorf-App gelöst. Dadurch wird der Kontakt auch in Zeiten einer Pandemie aufrecht erhalten.
Umsetzung
Projektbestandteile
Welche Teilprojekte gibt es und hat sich diese Einteilung bewährt?
1. Ampen: - Co2 neutraler Sportplatz 2. Meckingsen - Grünes Meckingsen - Dorf App & Website - Digitaler Stadtplatz - PV Beratung 3. Weslarn - PV Beratung - Dorf App - Mobilstation - Verschiedene Möglichkeiten der Nahversorgung o Gemeinsames Mittagessen o Digitale Sprechstunde o Nahversorgungsbox Die Teilprojektideen wurden von den jeweiligen Dorfbewohner:innen erarbeitet. Aus diesen Gründen bewährt sich die Einteilung.
Zeitschiene
Gesamtzeitübersicht des Projektes (ggf. Zeitplan im Anhang)
Sh. Anhang A 1
Projektphasen und Meilensteine
1. Erarbeitung der Bewerbungsunterlagen, Leitfragen und Kriterien – Bis November 2020 2. Ideenwerkstätten in den Teilnehmerorten – Bis Oktober 2021 3. Durchführung der thematischen Workshops – Bis April 2022 4. Umsetzung individueller Projekte in den Dörfern - Bis August 2022 5. Evaluation und Abschluss des Projekts – Bis August 2022
Dauer von erster Überlegung zu Beschluss über Projektbeginn bis hin zu Projektabschluss / Betriebsaufnahme
Dauer von der ersten Überlegung bis zum Beschluss: ca. ein Jahr Projektumsetzung: ca. zwei Jahre
Stakeholder (ggf. Stakeholderübersicht im Anhang)
Wie ist das Projektteam aufgebaut? (ggf. Projektorganigramm im Anhang)
• Gesamtprojektleitung • Experten (nach Bedarf für die Umsetzung der erarbeiteten Digitalisierungs- & Nachhaltigkeitsprojekten) • Bürger:innen • Dorfvorsteher
Welche Rollen gibt es im Projekt?
Projektmanager, verschiedene Experten:innen, Stadtwerke, Ortsvorsteher, Bürger:innen usw. Die Zusammensetzung in den verschiedenen Projekttreffen wurden aus diesen Rollen je nach Bedarf zusammengesetzt.
Welche spezifischen Kenntnisse sind erforderlich?
• Projektmanagement • Leitung von Dorfveranstaltungen • Kenntnisse im Bereich der Vergabe/Födermittel • Digitalisierungskompetenz
Wie hoch ist der Personalaufwand? (VZÄ für wie viele Monate aufgeschlüsselt nach Akteuren)
Eine VZÄ/ pro Jahr Weitere Externe Akteure werden nach Bedarf beauftragt.
Wie verändern sich die Personalanforderungen beim Übergang von Projekt zu Regelbetrieb?
Die Personalanforderung ändert sich im Regelbetrieb nicht. Eine VZÄ/ pro Jahr.
Welche Verwaltungsebenen/Stellen müssen einbezogen werden?
• Regionalentwicklung • kommunale Planungsämter
Wie sieht das Modell zur Beauftragung bzw. zur Zusammenarbeit zwischen privatwirtschaftlichen Akteuren und Mandanten (z.B. Kommune aus)
Vergabe von wissenschaftlicher Evaluation und energietechnischer Beratung in Bezug auf das Gesamtprojekt und die individuellen Coaching Bedarfe in den Orten.
Im Falle von konventioneller Beschaffung
Offenes/Nicht-offenes Verfahren
Herausforderungen bei der Umsetzung
Ex Ante (Welche Hürden müssen vor Projektbeginn überwunden werden? Welche Lösungsansätze wurden gewählt?)
Die Auswahl der Dörfer war zu Beginn etwas schwierig. Da sich zu wenig Dörfer beworben hatten. Dies wurde über eine direkte Kommunikation über Bürgermeisterämter an die Dörfer gelöst.
Laufend (Welche Herausforderungen gab es während des Projektverlaufs? Welche Lösungsansätze wurden gewählt?)
Auf Grund der Corona Pandemie und das Herunterfahren des Dorflebens mit allen Veranstaltungen war es schwierig die Projekte ans laufen zu bringen. Das Bürgerschaftliches Engagement hat sich verringert und Zeitbudget in den Dörfern wurde in persönliche Anliegen investiert. Dies wurde immer wieder mit einer intensiven Kommunikation und Austausch mit den Ortsvorstehern gelöst.
Ex Post (Welche Herausforderungen mit Hinblick auf den Betrieb sind aufgetreten, z.B. Akzeptanz der Lösung, Betriebsverantwortlichkeit, Finanzierung des Betriebs? Welche Lösungsansätze wurden gewählt?)
Damit anschließend an das Projekt die Dörfer weiter Projekte entwickeln können: Ist eine Implementierung der digitalen Plattformen über das Projektende hinaus - Mitbeauftragung eines mehrjährigen Plattformhostings – wichtig.
Alternativen
Gab es zu den gewählten Lösungswegen betrachtete Alternativen?
Im Zuge des Projektverlaufs ist es wichtig, immer wieder auf die Bedürfnisse aus den Dörfern zu hören und wahrzunehmen und diese umzusetzen. Eine mögliche Erweiterung des Projektes wäre evtl. innerhalb des Projektes für jedes Dorf eine bestimmte Budgetsumme zur Verfügung zu stellen, die die Dörfer unkompliziert für die Umsetzung eines oder mehrerer Projekte im Dorf zur Verfügung haben.
Welche Alternativen sind für Mandanten (z.B. Kommunen) empfehlenswert?
Eine fest kalkuliertes Projektbudget pro Dorf für die Digitalisierungsprojekte ist empfehlenswert einzuplanen.
Sonstiges
Anmerkungen
Haben Sie weitere Kommentare oder Anregungen?
Das Dokument hat eine gute Übersicht über das Projekt abgebildet.

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Modellorte Digitalisierung und Nachhaltigkeit Durch einen mehrstufigen Coachingprozess sollen Bürgerinnen und Bürger in drei Dorf- und
Quartiersgemeinschaften in Soest und Bad Sassendorf Chancen der Digitalisierung
für sich nutzbar machen können. Ziel ist, dass die Gemeinschaften befähigt werden, im Anschluss
an das Coaching eigene nachhaltige Digitalisierungsprojekte zu entwerfen und erfolgreich
durchzuführen. Es wird etwa die Smart-Grid-Technologie für die grundlastfähige
Energieversorgung aus erneuerbaren Energien erprobt und die Barrierefreiheit (z.B. in der
Pflege) unter Verwendung von Smart-Home-Technologie verbessert.